Über mich. Ganz ehrlich. Das Leben ist keine Generalprobe, sondern Echtzeit

„Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Reaktion liegen Wachstum und unsere Freiheit“
(Viktor Frankl)
Ich bin Anfang der 1970er Jahre am Niederrhein geboren und aufgewachsen — dort, wo Deutschland und die Niederlande sich die Hand reichen, der Wind immer von irgendwo kommt und die Menschen sagen, was sie meinen. Bei uns heißt "zu spät" einfach te laat. Diese Direktheit hat mich geprägt. Manchmal zu meinem Vorteil. Manchmal zu meinem Nachteil.
Nach Abitur, Ausbildung und Studium im Ausland war ich über 25 Jahre Personalerin in internationalen Konzernen. Führungsverantwortung, Restrukturierungen, Change-Prozesse auf höchster Ebene. Ich habe meinen Job geliebt — aus Überzeugung, mit Herzblut und einer Energie, die manchmal größer war als gut für mich.
Das Leben kannte mich dabei von früh an von seiner harten Seite. Unfälle, Operationen, körperliche Einschläge — ich will das hier nicht katalogisieren. Aber es gehört zur Geschichte. Ich habe früh gelernt aufzustehen, mein Krönchen zu richten und weiterzumachen. Das wurde meine Stärke — und im Rückblick mein blinder Fleck.
Denn "weitermachen" wurde zur Automatik. Als mein Vater starb, habe ich ihn begleitet — und weitergearbeitet, weil der Kalender das so vorsah. Als ich mit einem zertrümmerten Knie im Rollstuhl landete, habe ich schon im Krankenhaus wieder gearbeitet und geplant, wie es danach weitergeht. Ich habe das nicht als Zeichen gesehen. Ich hätte es als Zeichen sehen sollen.
Was dabei niemand sah — und was ich selbst lange nicht wahrhaben wollte — zieht sich wie ein roter Faden durch all das: Depressionen. Seit über dreißig Jahren. Man sieht sie mir nicht an. Ich habe sie versteckt, umgangen, ignoriert. Und trotzdem — oder vielleicht gerade deshalb — habe ich auf höchstem Niveau funktioniert. Genau das ist das Tückische daran. Und genau deshalb spreche ich heute offen darüber.
Mit 40 habe ich dann endlich getan, wovon ich lange geträumt hatte: Ich habe meinen Job aufgegeben, meinen Hausstand aufgelöst, einen alten Off-Roader gepackt und bin über ein Jahr lang ganz alleine durch Australien gereist – mit Abstechern nach Borneo, Fiji und in die Südsee. Über 40.000 Kilometer. Solo. Selbstfinanziert. Die "Walkaboutqueen" war geboren.
Kurz vor der Abreise hatte ich noch akribisch jede Station in Excel geplant — bis mir klar wurde, dass ich damit genau das tat, was ich hinter mir lassen wollte. Also: Excel delete. Und zum ersten Mal seit Jahren: wirklich los – im freien Fall.
Das Leben ist keine Generalprobe, sondern Echtzeit. Das hatte ich immer gewusst. In Australien habe ich es endlich gefühlt und gelebt.

Irgendwann bin ich zurückgekommen. Back to Business. Und das Leben hatte eigene Pläne.
Meine kleine Schwester Tina erkrankte an Brustkrebs. Ich habe sie begleitet — so nah und so lange wie möglich. Und trotzdem bin ich mitten in ihrer schwersten Zeit in einen neuen Führungsjob zurückgekehrt: Vollgas, pendeln, liefern — mitten in der Pandemie, mit Kontaktverboten, unter Bedingungen, die Krisenmanagement auf höchstem Niveau bedeuteten. Nach außen hin. Und innen sowieso.
Im November 2020 ist Tina in meinem Arm für immer eingeschlafen.
Ich hätte früher die Reißleine ziehen müssen. Das weiß ich heute. Stattdessen habe ich weitergemacht — zu viele Rollen, zu viele Hüte, ein Körper und eine Psyche, die längst ihre Grenzen signalisiert hatten. Anfang 2023 kam das Burnout. Nicht als Überraschung — als Konsequenz.
Burnout ist ein wenig wie trockener Alkoholismus: man hat es, man managt es, es verschwindet nicht einfach. Aber man kann lernen, damit zu leben — statt für es zu arbeiten.
Ich habe mir professionelle Unterstützung geholt und vor allem zugelassen. Nicht wieder alles alleine regeln und schaffen. Und ich habe angefangen, offen über meine Depressionen zu sprechen. Nicht um Mitleid zu bekommen. Sondern weil ich es leid bin, dass Menschen mit mentalen Erkrankungen sich verstecken müssen — während sie gleichzeitig Höchstleistung bringen. "Man sieht dir gar nichts an" ist kein Kompliment. Es ist Teil des Problems.
Was das für Sie bedeutet:
Ich komme nicht mit Lehrbüchern — sondern mit gelebter Erfahrung. Beruflich, körperlich, mental. Und genau deshalb weiß ich: Es gibt keinen Universalweg. Keine Formel, die für alle passt. Also kein „one-size-fits-all“.
Was ich Ihnen anbieten kann:
Jemanden an Ihrer Seite, der versteht, was es bedeutet, unter Druck zu stehen — und trotzdem handlungsfähig bleiben zu wollen. Ob Sie einen Change-Prozess begleiten müssen, der mehr fordert als erwartet. Ob Konflikte sich festgefahren haben. Ob Kommunikation irgendwo auf der Strecke geblieben ist. Oder ob die Frage nach mentaler Gesundheit und psychologischer Sicherheit — für Sie persönlich oder in Ihrem Unternehmen — endlich einen Raum verdient, in dem man offen darüber sprechen kann.
Ich war da. Ich kenne viele dieser Fragen aus eigener Erfahrung. Vielleicht darf ich Sie und Ihr Unternehmen auf Ihrem ganz individuellen Weg begleiten — und gemeinsam mit Ihnen herausfinden, was Ihnen wirklich weiterhilft.
Was Sie bei mir finden:
Klartext statt Business-Blabla. Erfahrung aus über 25 Jahren in Konzernen und Führungspositionen. Wissenschaftlich fundierte Methoden — Neurowissenschaft, HeartMath®, Positive Psychologie — kombiniert mit gesundem Menschenverstand. Und eine direkte, wertschätzende Arbeitsweise, die auch mal zum Lachen ist.
Was Sie hier nicht finden:
120-seitige Präsentationen. Theorie-Seminare ohne Substanz. Massenwebinare. Persönlichkeitstests als Ersatz für echte Arbeit. Und keine Psychotherapie oder Gesundheitsseminare— ich bin Beraterin, Mentorin, Coach und Trainerin. Mein Fokus liegt darauf, mit Ihnen nach vorne zu schauen.
Dass ich so bin, wie ich bin — direkt, mit Humor und klarem Blick — das verdanke ich auch meiner Heimat. Hanns-Dieter Hüsch hat das besser formuliert, als ich es je könnte:
„Der Niederrheiner ist überhaupt zu allem unfähig. Er weiß nix, kann aber alles erklären. Umgekehrt: Wenn man ihm was erklärt, versteht er nix, sacht aber dauernd: ‚Is doch logisch."
Wenn Sie das neugierig gemacht hat — melden Sie sich. Kein Formular, kein Verkaufsgespräch. Einfach ein offenes Erstgespräch.
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„An den Niederrhein musste viel Gemüt mitbringen – internationales Gemüt, denn speziell der Niederrheiner stammt ja von allen Menschen ab.“ (H.D. Hüsch)